Neonazis vom Dritten Weg haben sich in Westsachsen und im Erzgebirge etabliert (mehr dazu im ersten Beitrag zum Tatort Erzgebirge). Einer der Führungsfiguren des Stützpunktes ist Hendrik Heidemann, der am 06.01.1991 in Stade in Niedersachsen geboren wurde und seit 2020 im sächsischen Aue-Bad Schlema lebt. Für den Dritten Weg trat er erstmals im November 2020 in Zwönitz in Erscheinung, als die Partei ein neonazistisches Gedenken an einem Kriegerdenkmal durchführt.
Verantwortlich ist Heidemann vor allem für die Aktivitäten des Dritten Weges im Erzgebirge, wo er die lokalen Aktionen der Jugendorganisation der Partei (NRJ) koordiniert. Bei Aufmärschen der Partei wie in Suhl oder Berlin fungiert er außerdem regelmäßig als Ordner, ist also auch überregional vernetzt. Hendrik Heidemann agiert so als eine Art Unterortsvorsitzender des Stützpunktes Westsachsen, der in Zwickau von Manuel Ganser geleitet wird.
Ganser, der auf eine lange Gewaltkarriere zurückblickt, hat den Stützpunkt Westsachsen des Dritten Weges seit 2019 vor allem in Zwickau aufgebaut. Er kommt ursprünglich aus Göppingen in Baden-Württemberg, wo er 2014 im Zuge des Verbotsverfahrens der „Autonomen Nationalisten Göppingen“ zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Anschließend war er in Baden-Württemberg für den Dritten Weg aktiv, bevor er nach Zwickau zog. Seitdem zählt Ganser dort zu den umtriebigsten Neonazis.
Wichtig für den Erfolg des Stützpunkt Westsachsen ist aber nicht nur sein Leiter Manuel Ganser, sondern auch der Auer Lokalched Hendrik Heidemann. Der Neonazi, der zwei schulpflichtige Kinder hat und regelmäßig im lokalen ÖPNV anzutreffen ist, verdient sein Geld als Verkaufsmitarbeiter in der Filiale des Sonderpostenmarktes „Jawoll“ in der Lößnitzer Straße in Aue.
Als lokaler Anführer des Dritten Weges im Erzgebirge ist Heidemann maßgeblich verantwortlich dafür, den Parteinachwuchs neonazistisch zu schulen, also die menschenfeindliche und NS-verherrlichende Ideologie des Dritten Weges an die nächste Generation Neonazis weiterzugeben.
Wir sind überzeugt, dass ein gefestigter Neonazi wie er, nicht einfach so als Verkaufsmitarbeiter tätig sein sollte. Wir fordern seine sofortige Entlassung!