Tatort Staffel 3: Felix Friebel. Neonazi-Intensivtäter arbeitet in Dresdens Stadtbibliotheken

Felix Friebel (Jahrgang 1997) zählt zu den gewalttätigsten Neonazis in Dresden. Seit ca. 2015 gehörte er der gewaltorientierten Kameradschaftsszene an und hatte immer wieder Verbindungen zur ehemaligen NPD und ihrer Jugendorganisation, den „Jungen Nationalisten“ (JN). Dabei fiel er regelmäßig durch brutale Gewaltausübungen auf, weshalb er mehrere Jahre im Gefängnis saß.

Er gehörte zur „Freien Kameradschaft Dresden” und war an einem brutalen, rassistisch motivierten Übergriff auf dem Dresdner Stadtfest 2016 sowie im selben Jahr an dem nächtlichen Angriff von zweihundert Neonazis auf den linken Leipziger Stadtteil Connewitz beteiligt. Auch für seine Beteiligung an den rassistischen Ausschreitungen in Heidenau im Jahr 2015 wurde er im Jahr 2019 erstmals zu über zwei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner vorzeitigen Freilassung betätigte sich Friebel weiterhin als Neonazi. So war er regelmäßig Gast beim alljährlichen Dresdner Trauermarsch um den 13. Februar. Nachdem er 2020 beim Feiern ausgerastet und mit einer Gürteltasche mehrere Clubbesucher in der Dresdner Neustadt zusammengeschlagen hatte, wurde er erneut zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt.

 

Als Friebel 2022 gerade nicht im Gefängnis saß, war er wieder auf rechten Demonstrationen, wie den Anti-Corona-Protesten, zu sehen. Dort schlug er auf Antifaschist:innen ein und stach einem Opfer mit einem Kugelschreiber in den Hals. Kurz zuvor griff er am Rande des Neonazi-Gedenkens eine Außenstehende an. Als er seine Freundin brutal zusammenschlug und mutmaßlich ihr Auto anzündete, kam er wieder ins Gefängnis.

Seit Anfang 2026 ist Friebel wieder auf freiem Fuß und weiterhin neonazistisch aktiv. Er war erst in Dresden beim Nazi-Gedenken am 13. Februar und auf dem Gedenkmarsch für den verstorbenen französischen Neonazi, dann am 1. Mai auf der Demo des Dritten Wegs in Gera. Doch scheinbar reichten seine neonazistische Einstellung und seine massive Gewalttätigkeit nicht aus, um die Stadt Dresden davon abzuhalten, ihm einen Job zu geben.

Heute arbeitet er als Reinigungskraft in mehreren Dresdner Stadtbibliotheken, darunter in den Stadtteilen Pieschen, Klotzsche und Weixdorf. Dies ist uns durch anonyme Hinweise von Mitarbeitenden der Bibliotheken bekannt geworden. Dort ist er zumeist abends anzutreffen, wenn keine Mitarbeitenden, aber noch die letzten Besucher:innen anwesend sind. Er wohnt aktuell in der Umgebung von Freital.

Wir sind überzeugt, dass Felix Friebel nicht nur ein „normaler” Neonazi ist, sondern eine konstante Gefahr für sein Umfeld darstellt. Niemals darf ein derart aggressiver Neonazi in städtischen Bibliotheken arbeiten! Wir fordern die Verantwortlichen auf, Friebel sofort zu entlassen!

 

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