Antifaschistischer Frühjahrsputz Dresden-Pieschen

Schon letztes Jahr organisierten wir Anfang Mai einen erfolgreichen Stadtteilspaziergang durch Dresden-Niedersedlitz, vorbei am Wohnort von Max Schreiber, Sachsens rechtem Dauerhetzer der Freien Sachsen, und hinterließen dort antifaschistische Statements. Diesen Frühjahr widmeten wir unseren Frühjahrsputz mit knapp 50 Antifaschist*innen dem Stadtteil Dresden Pieschen. Wer aufmerksam durch Pieschen läuft, sieht es: Nazigraffitis, rechte Sticker, übermalte antifaschistische Inhalte und junge rechte Faschos, die sich mehr und mehr den öffentlichen Raum aneignen wollen. Berichte von Sozialarbeiterinnen und Nachbar*innen über rechte Raumaneignung und Drohungen häufen sich. Das gezielte Anbringen rechter Sticker in der Nähe migrantischer Gewerbelokalitäten soll vor allem eins: einschüchtern.

Grund genug also für einen antifaschistischen Frühjahrsputz in Pieschen, um den braunen Dreck dort wegzuputzen und den täglichen Struggle der dort Wohnenden zu supporten!
Pieschen hat eine lange braune Tradition, die ihren Höhepunkt mit einem Brandanschlag auf das linke Hausprojekt im Jahr 2010 in der Robert-Matzke Straße durch einen Molotowcocktail fand. Rechte Brandanschläge gab es im Stadtteil in letzter Zeit zum Glück keine mehr, aber die rechte Stimmungsmache nimmt in den letzten Monaten zu. Junge und alte Neonazicliquen, die sich vorm Supermarkt besaufen, Morddrohungen gegen Linke an Häuserwänden und Sozialarbeiter*innen, die vermehrt von Kontakten mit jungen Neonazis berichten.
Pieschen sollte also stärker ins Beobachtungsfeld antifaschistisch engagierter Personen rücken, und die Nachbarschaft ist gut beraten, zusammenzurücken gegen eine Gesellschaft, die nicht nur in Pieschen, sondern überall weiter nach rechts rückt.
Die Grundlage ist da, denn die meisten Nachbar*innen, die den Spaziergang wahrgenommen haben, standen diesem wohlwollend gegenüber, und im Stadtteil haben sich einige schöne Locations mit emanzipatorischem Anspruch etabliert.
Die Grundlage ist da, denn die meisten Nachbar*innen, die den Spaziergang wahrgenommen haben, standen diesem wohlwollend gegenüber, und im Stadtteil haben sich einige schöne Locations mit emanzipatorischem Anspruch etabliert.
Danke an alle Teilnehmenden. Wir sehen uns bald wieder!
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