In unserem Post vom 05. April 2026 haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass Leon Heckmann, der im Zusammenhang mit der Elblandrevolte neonazistisch organisiert ist, in Dresden in einer LIDL-Filiale in der Tätigkeit als Sicherheitskraft gesichtet wurde. Diese Information muss dazu führen, dass LIDL die Zusammenarbeit mit Firmen, die Neonazis beschäftigen, beendet. Jedoch ist uns bei der Sicherheitsfirma, für die Heckmann bei LIDL arbeitet, ein Fehler unterlaufen.
In Dresden existieren zwei Security-Firmen, die „Prestige“ heißen – einmal „Prestige Security“ und einmal „Prestige Solution“. Fälschlicherweise haben wir geschrieben, Heckmann wäre über „Prestige Security“ beschäftigt, jedoch war es eigentlich „Prestige Solution“, die in der Filiale tätig ist. „Prestige Security“ beschäftigt zwar nicht Heckmann von der Elblandrevolte, ist aber seit Jahren für ihre Verbindungen in die Neonazi-Szene bekannt. So beschäftigte die Firma des rechten Szeneanwalts Thomas Moschke lange mit Rene Hinzer einen wegen Gewaltverbrechen auffällig gewordenen Neonazis als Subunternehmer, der von seinem Chef vor Gericht verteidigt wurde. Vor Kurzem veröffentlichte „Prestige Security“ auf Instagram, dass sie nun im Amtsgericht Dresden als Sicherheitskräfte tätig sind. D.h. sie kontrollieren Ausweise und persönliche Gegenstände derjenigen, die in das Gerichtsgebäude hinein möchten. Dass das Land Sachsen sensible Daten in die Hände einer Firma mit Verbindungen in die Neonazi-Szene gibt, ist ein unhaltbarer Zustand.
„Prestige Solution“ ist dagegen eine jüngere Security-Firma aus Dresden, die in verschiedenen Bereichen von Events bis Privatdetektei tätig ist. Die Firma fiel bisher nicht durch sichtbare Verbindungen in rechte bis neonazistische Kreise in Dresden auf, lässt aber dennoch einen Neonazi wie Leon Heckmann bei sich als Sicherheitskraft arbeiten. „Prestige Solution“ versucht sich als seriöser Security-Anbieter in Dresden zu etablieren. Die Referenzen der Website zeigen, dass die Firma für Supermärkte wie LIDL oder ALDI, aber auch die Baufirma des rechten Bautzner Unternehmers Jörg Drews „Hentschke Bau“ tätig ist. Wir fordern auch „Prestige Solution“ auf, Heckmann zu entlassen und die Auftraggeber zu prüfen, ob sie Firmen ohne neonazistische Mitarbeitende finden.
Der Fall Heckmann zeigt beispielhaft, dass es in Sachsen ein großes Problem mit Securitys und ihren Verstrickungen in die rechte bis neonazistische Szene gibt. Während „Prestige Solution“ mit Heckmann einen Neonazi im LIDL arbeiten lässt, bekommt „Prestige Security“ trotz langer Historie von Verbindungen ihres Chefs und ihrer Mitarbeitenden in die Neonazi-Szene staatliche Aufträge wie den neuesten beim Amtsgericht Dresden.