Banner-Aktion als Protest gegen die Menschenkette
und den Dresdner Opfermythos 🔥
Am 13. Februar 2026 haben hat das Rotes Dresden gemeinsam mit anderen antifaschistischen Gruppen eine Störaktion gegen die Menschenkette vor der Frauenkirche durchgeführt, um den Protest gegen das Dresdner Gedenken zum Ausdruck zu bringen. Es wurde sich mit einem 24m langen Transparent vor die Menschenkette gestellt und das stille Gedenken mit einem Redebeitrag gestört.
Diese Aktion richtet sich damit sowohl gegen den alljährlichen Neonazi-Aufmarsch, als auch ausdrücklich gegen die von der Stadt organisierten Menschenkette. Wir kritisieren diese als zentralen Bestandteil einer geschichtsrevisionistischen Gedenkpolitik. Die Bombardierung Dresdens wird politisch instrumentalisiert, um deutsche Opfererzählungen zu reproduzieren. Der aus der NS-Propaganda stammende Mythos von der unschuldigen „Kunst- und Kulturstadt“ verschleiert die tatsächliche Rolle Dresdens im Nationalsozialismus. Dresden war nicht bloß barocke Kulisse sondern eine nationalsozialistische Musterstadt. Sie war ein Verwaltungszentrum und bedeutender Standort von Rüstungs- und Zulieferungsbetrieben und galt damit als letzte Bastion vor der Front im Osten. In der Stadt und ihrem Umfeld produzierten zahlreiche Betriebe für die deutsche Kriegswirtschaft. Zwangsarbeiter*innen waren fester Bestandteil dieser Produktion. Zudem befanden sich Außenlager des KZ-Systems in der Region, darunter das KZ-Außenlager in Dresden, sowie das nahegelegene KZ-Außenlager Flossenbürg. […]
Dieses Wochenende gehen wir gemeinsam mit anderen antifaschistischen Gruppen auf die Straße. Gegen Neonazis und gegen das national-bürgerliche Gedenktheater. Geschichtsrevisionismus angreifen! Opfermythos beenden! Gedenken abschaffen!