Eine Januar fand in Schnellroda in Sachsen-Anhalt die „Winterakademie“ des rechtsradikalen Verlegers und Vordenkers Götz Kubitschek statt. Bei diesem Treffen der eigentlich aufgelösten rechtsradikalen Denkfabrik „Institut für Staatspolitik“ kommen Rechtsextreme und Neonazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus zusammen, um über Strategien in ihrem politischen Kampf zu diskutieren.
Bei den Teilnehmenden handelt es sich um das Who is Who der „neurechten“ Szene, dem AfD-Vorfeld und Vertreter:innen der neugegründeten AfD-Jugend. Mit dabei sind neben Martin Sellner weitere Vertreter:innen der Identitären Bewegung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit dabei waren auch Neonazis aus Sachsen.
Als das Medienkollektiv „recherche nord“ vor Ort war, um die Umtriebe der Neonazis zu dokumentieren, wurden sie von den Neonazis mehrmals attackiert, geschubst, geschlagen, bedrängt, beleidigt und bestohlen. Die Polizei griff wie meistens nicht ein. Videos veröffentlichte Recherche Nord Anfang der Woche. Diese zeigen, welche Neonazis an den Angriffen beteiligt waren.
In den Videos ist zu erkennen, dass der in Dredsen lebende Neonazi Tillmann Hauser, der Ehemann von Aruna Kubitschek und damit Schwiegersohn von Gastgeber Götz Kubitschek, einer derjenigen war, die die Journalist:innen angriff. Hauser lebt in Dresden-Löbtau und ist seit Jahren in der rechten Szene aktiv. Er ist vor allem für die Identitäre Bewegung aktiv und im Umfeld seines Schwiegervaters anzutreffen.
Der Skandal: Hauser studiert an der TU Dresden im 5. Semester Zahnmedizin. Hinweise von Antifaschist:innen wies die Unileitung stets mit der Begründung zurück, Hauser sei nie gewalttätig geworden. Obwohl viele Studierende nicht mit einem Neonazi gemeinsam studierne wollten, handelte die Uni nicht. Nun ist klar, Hauser wurde gewalttätig und griff Journalist:innen an.
Die TU Dresden muss Hauser exmatrikulieren. Er ist eine Gefahr für seine Mitstudierenden. Das Hochschulgesetz bietet die Möglichkeit, gewalttätige Studierende zu exmatrikulieren. Dies muss die TU Dresden endlich nutzen. Ein Neonazi, der offen gewalttätig auftritt, darf nicht einfach so ausgebildet werden als wäre er nicht brandgefährlich!