AfD will Kranz beim Holocaust-Gedenken ablegen

Couragierte Antifaschist:innen verhindern Kranzniederlegung der AfD zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Dresden. Die Stadt Dresden lädt jährlich zum ehem. Richthof der Gedenkstätte Münchner Platz zur zentralen Gedenkfeier „Stunde der Erinnerung“ am 27. Januar. Geladen werden Stadtgesellschaft und sämtliche Stadtratsfraktionen, also auch die AfD. Anlass des Gedenkens ist die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau sowie des Konzentrationslagers Auschwitz. In den vergangenen Jahren konnte die AfD an dieser Veranstaltung weitgehend widerspruchslos teilnehmen.

Die dahinterstehende Strategie ist offensichtlich: Die AfD ist nicht daran interessiert, der Opfer des Nationalsozialismus würdig zu gedenken. Es geht um Provokation, Verhöhnung und rechte Raumnahme. Die Partei versucht, ihre menschenverachtende Ideologie weiter in der Gesellschaft zu verankern und zu normalisieren, während sie gleichzeitig in Parlamenten und auf der Straße antisemitisch hetzt. Einzelne Mandatsträger:inneninnen der AfD rufen immer wieder dazu auf, Menschen einzusperren und abzuschieben, sprechen von einer angeblichen „Judaisierung“ der christlichen Religion, diffamieren Linke und nicht deutsch gelesene als Parasiten. Sie propagieren ein rassistisches Weltbild, in dem Weiße mit deutschem Pass als überlegen gelten. Diese Politik ist kein Ausrutscher, sondern Programm und genau deshalb ist es unerträglich, Vertreter:innen dieser Partei bei einer solchen Gedenkveranstaltung zu dulden.
Der Nationalsozialismus war weder ein „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte, wie Alexander Gauland es formulierte, noch werden wir die Vergangenheit ruhen lassen, wie Ralf Stadler es sich wünschen würde.
Die Stadt Dresden wäre gut beraten, endlich eine klare und konsequente Linie gegen menschenverachtende und extrem rechte Positionen zu ziehen und diese Holocaustleugner:innen und Geschichtsrevisionist:innen auszuladen, anstatt ihnen immer wieder den roten Teppich auszurollen, sei es heute oder am 13. Februar.
Erinnern heißt kämpfen. Kämpfen dafür, dass sich Geschichte nicht wiederholt, gerade in Zeiten, in denen der Faschismus erneut im Gewand der AfD an die Tür klopft.
Dieser Beitrag wurde unter Aktionen, General, Solidarität abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.